Unsere Argumente für die Gutenberg Dependance

Wunsch nach Argumenten: Einige Eltern fragen uns, was sie sagen sollen, wenn andere sie fragen, warum wir uns für die Dependance derart ins Zeug legen. Wir Sprecherinnen denken z.B. an diese Punkte und freuen uns, wenn Sie sie ergänzen (bitte per Email an dependance-kinder@gutenberg-in-gerresheim.de):

 

  1. Durch Zufall haben wir als Eltern am 29.06.2017 aus der lokalen Presse (RP) erfahren, dass die Dependance der Gutenberg Grundschule am Teilstandort Diepenstraße ab Herbst für alle Neuanmeldungen nach nur 3 Jahren wieder schließen soll, obwohl die Schulverwaltung im Jahr 2015 versprochen hatte, dass die Dependance so lange an der Diepenstraße verbleibt, wie die Anmeldezahlen eine Klasse füllen können. Diese Voraussetzung ist seit Beginn der Fall (mit jeweils 28/29 Anmeldungen pro Jahrgang) und die Prognosen deuten auf eine Fortsetzung der hohen Schülerzahlen hin. Allein in unserem Elternbündnis sind etliche Eltern aktueller Kindergartenkinder, die die Dependance als erste Schulwahl einplanten. Memo: Der dreizügige Hauptstandort der Gutenberg Schule ist im Nachbarstadtteil Grafenberg. Die Dependance entlastete den Hauptstandort durch den vierten Zug in Gerresheim. Durch den ausgezeichneten Einsatz der Schulleitung, der LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern entstand in kürzester Zeit eine Dependance nicht nur auf dem Papier, sondern im gelebten Schulalltag. Niemand fühlte sich trotz Container-Beschulung benachteiligt. Die Schule lebt für und mit den Kindern und Eltern und arbeitet vorbildlich.
  2. Als Motiv für die Schließung der Dependance vermuten wir Eltern, dass damit die Aloys-Odenthal-Schule gestärkt werden soll, die seit Beginn der Wiedernutzung des Schulstandortes Diepenstraße im Sommer 2015 dort neben der Dependance der Gutenberg Schule angesiedelt ist. Dies vermutlich aus Ressourcengründen. Die Wahl, beide Grundschulen an der Diepenstraße unterzubringen, war jedoch eine bewusste Entscheidung des Schulverwaltungsamtes zum damaligen Zeitpunkt. Die Eltern beider Schulen haben dies mitgetragen. Weder die Eltern der Aloys-Odenthal-Schule noch die Gutenberg-Eltern und die Kinder beider Schulen stört dieses Phänomen. Die Anmeldezahlen beider Schulen zeigen, dass Eltern sich unterschiedlich, aber bewusst für das jeweilige Schulprofil einer der beiden Grundschulen entscheiden. Es passiert, dass Dinge sich anders entwickeln, als zunächst gedacht. Nicht immer ist aber der erste, vordergründige Lösungsweg für die involvierten Menschen der geeignete. Es gilt nun STOPP! zu sagen, auch zum Schutz der beteiligten Kinder, die keine Reißbrettkinder sind.
  3. Der Schulleiter der Gutenberg Schule, Herr Goerdt, und sein Team aus LehrernInnen und OGS-ErzieherInnen hat diese Dependance mit sehr viel Herzblut aufgebaut und sehr erfolgreich etabliert. Es gibt bereits Fördervereine, die die Dependance aktiv unterstützen.
  4. Das pädagogische Konzept der Gutenberg Schule setzt neben der Begeisterung für Bildung durch kindgerechtes Lernen und ein gelingendes, auch inklusives Miteinander, einen Schwerpunkt auf neuen Medien und führt die Kinder frühzeitig an die damit einhergehenden Chancen und Risiken heran. Medienkompetenz ist kein Schlagwort, sondern Bildungsziel.
  5. Das Konzept des Offenen Ganztags (OGS) ist unseres Wissens einzigartig. Jeweils eine Erziehungskraft ist einer Klasse fest zugeteilt und unterstützt die Lehrer bereits ab 8:30 Uhr im Unterricht. Dadurch ist eine außergewöhnliche individuelle Betreuung möglich. Die Erziehungskraft wird zur festen Ansprechpartnerin der Kinder über den ganzen Tag. Mögliche Konflikte aus dem Schulvormittag sind der Erziehungskraft deshalb bekannt. Die Erziehungskräfte sind geschulte Pädagogen. Ebenfalls außergewöhnlich ist die Hausaufgaben-Betreuung im OGS. Die Hausaufgaben werden an zwei Tagen durch die Lehrer und an zwei Tagen durch die Erziehungskraft begleitet und kontrolliert.
  6. Das Konzept der verlässlichen Grundschule in Kombination mit der OGS bietet am Standort einzigartig vernetzt unterschiedliche Betreuungsoptionen an, um den Kindern bestmöglich gerecht zu werden. Berufstätige Eltern werden durch beide Konzepte maßgeblich entlastet; kein Kind „muss“ in ein Angebot, dass nicht seiner Wahl entspricht. Hiervon träumen andere Schulen.
  7. Die Anmeldezahlen für die Gutenberg Schule liegen seit vielen Jahren über der Kapazitätsgrenze des Hauptstandortes; für die Dependance wurden seit 2015/2016 insgesamt 3 Klassen mit jeweils 28/29 SchülerInnen eingerichtet. Dies erfolgt nicht ohne Grund. Es gibt also ein klares Mandat der Elternschaft im Einzugsgebiet für die Gutenberg Dependance. Es besteht ein gerechtfertigtes, belastbares Vertrauensverhältnis, was alle Beteiligten bestärkte, die auch schwierigen Aufbauphasen gemeinsam zu meistern. Und hiermit ist nicht allein der Baulärm gemeint.
  8. Niemand nahm an, dass die Dependance geschlossen werden soll. Im Gegenteil: Als im Stadtteil verwurzelte Familien gehört die Dependance heute zum Stadtteil dazu. Neuzuziehende Kindergarten-Eltern geben an, mit dieser Schule zu planen.

Unsere Argumente zum Download als PDF: 20170809_Arguemente_fuer_den_Erhalt